Paros ist seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. bewohnt und war ein bedeutendes Zentrum der Kykladenkultur. Ihr großer Ruhm ist jedoch mit dem parischen Marmor verbunden — dem berühmten „Lychnites“, einem durchscheinenden, weißen Marmor, der als der beste der antiken Welt galt und aus dem Meisterwerke wie die Venus von Milo geschaffen wurden.
In der Antike war Paros reich und mächtig, mit Kolonien wie Thassos. Sie brachte den lyrischen Dichter Archilochos (7. Jh. v. Chr.) und den Bildhauer Skopas hervor. Sie nahm an den Perserkriegen teil und später am Attischen Seebund.
Während der byzantinischen Zeit wurde die Ekatontapyliani gegründet, während die Insel nach dem Vierten Kreuzzug (1207) unter venezianische Herrschaft kam und in das Herzogtum des Ägäischen Meeres eingegliedert wurde. Die Sanudos errichteten die Kastro von Parikia über einem antiken Tempel.
Unter osmanischer Herrschaft wurde Naoussa als Marinestützpunkt der russischen Orlow-Flotte genutzt (1770–1775). Paros beteiligte sich aktiv an der Revolution von 1821 — von hier stammte Manto Mavrogenous. In der Neuzeit entwickelte sich die Insel zu einem der beliebtesten Reiseziele der Kykladen.