TINOS

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Tinos ist die drittgrößte Insel der Kykladen nach Andros und Taxos. Sie gehört zu den Nordkykladen und liegt südwestlich von Andros und nordwestlich von Mykonos. Sie verfügt eine Oberfläche von 197.

Die majestätische Kirche der Enangelistria auf Tinos (unsere Liebe Frau von Tinos) prägt die Stadt von Tinos. Neben der Stadt befinden sich die traditionellen Dörfer von Mountados, Karia, Mperdemiaros, Triantaros, Dyo Choria, Arnados, Moni Kechrovouniou und die Strandsiedlungen Skylantaro, Agios Sostis, Agios Ioannis Porto und Lychnaftia.

Zur Munizipalität von Exombourgou mit ihrer Hauptstadt Xynara gehören die traditionellen Wohnsiedlungen von Xynara, Loutra, Kroko, Sklavochorio, Agapi, Perastra, Komi, Kato Kleisma, Karkado, Aetofolia, Kalloni, Kardiani, Ysternia, Smardakito, Tarampado, Kampo, Chatzirado, Ktikado, Tripotamo, Sberado, Tzado, Kechro, Mesi, Steni, Falatado, Kathlikaro, Myrsini und Potamia. Noch dazu die Strandsiedlungen von Ysternia, Kardiani (Giannaki), Agios Romanos und Kolympithra.

Das Dorf von Pyrgos ist für seine Kunstschule bekannt. Dazu gehören die traditionellen Wohnsiedlungen von Plateies, Benardado, Pyrgos, Marlas und Mamado sowie die Strandsiedlung von Panormos.

Der höchste Berg der Insel heißt Tsiknias und liegt im Osten mit einer Höhe von 726 Meter. Die Insel ist für die zahlreichen, wunderbar gebauten Taubenhäuser sowie für ihre 1200 Landkapellen bekannt.

Die Einwohner beschäftigen sich grundsätzlich mit der Landwirtschaft, der Schiffahrt, der Fischerei und mit dem Tourismus. Die Basis der Wirtschaft ist hauptsächlich der Religiontourismus aber auch der Wanderntourimus, der während der Sommermonate einen Höhepunkt erreicht. Es gibt eine Schiffverbindung nach Piräus und Rafina.

Der Name Tinos, vorhellenisch, urgriechisch, könnte von dem phönizischen Wort Tannoti (Schlange) stammen. Tinos trug auch den Name Ofioussa -Ort voll mit Schlangen, die, so der Mythos,  der Schutz-Gott von Tinos, Poseidon vernichtet hat.

Erste Einwohner auf Tinos waren die Pelasger, danach die Ionier, dann folgten die Athener, die Mazedonier, die Ptolemäer, die Roemer. Siedlungen auf der Insel werden aus der Jungsteinzeit datiert und später aus der geometrischen und archaischen Epoche.

Das historische Zentrum der Insel seit der geometrischen Zeit bis zum 5. Jh. und von der Zeit der Gizer bis seiner Eroberung von den Türken war die Gegend um Xomburgo. So heißt heute der steinige Berg (höhe 540m) im Zentrum des östlichen Teiles der Insel, eine unangreifbare Stelle, steile  aus drei Seiten, wo die Akropolis gebaut war. Südlich der Akropolis lag die geometrische-archaische wie auch die klassische Stadt und viel später der venezianische Burgo.

In 480 v. Chr., kurz vor der Seeschlacht von Salamis, verbündete sich die Triere des Panaitios aus Tinos mit der griechischen Flotte und ihre Besatzung überlieferte Informationen über die persische Pläne. Der Name Tinos ist auf dem Dreifuß von Delphi Orakel geschrieben.

Während der byzantinischen Periode wurde die Insel mehrmals von den Sarazenen attackiert. Nachdem die Kreuzfahrer des Vierten Kreuzzuges  1204 Konstantinopel eroberten , wurden die Venezianer Herrscher von Tinos, zuerst als Eigentum der Familie Gysi  (1207-1390) und danach, bis 1715, unter der direkten Verwaltung der Republik des Heiligen Markus. Die langjährige Präsenz der Venezianer  spielte eine entscheidende Rolle in die Bildung  des sozialen, kulturellen und politischen Charakters von Tinos. Die Insel wurde zum Zufluchtsort der verfolgten Griechen, und gab ihnen eine relative Sicherheit. Die venezianische Herrschaft hat sowohl die gesellschaftliche Gliederung beeinflusst, mit der Erschaffung eines eigenartigen Feudalismus als auch den  kulturellen und religiösen Status (mit der Präsenz der katholischen Kirche).

1715 wurden  die Türken Herrscher der Insel, aber ihre Präsenz war typisch. Tinos nutzte diese privilegierte Verhaltensweise und machte einen bemerkenswerten Fortschritt. Tinos hatte eine eigene Verwaltung, schaffte einen wirtschaftlichen Aufschwung und entwickelte den Transithandel und das Kunsthandwerk. Die Insel war die eigentliche Hauptstadt der Kykladen und wurde auch „klein-Paris“ benannt. Die Kunst der Marmor-Bildhauer blühte und Tinos wurde zum dem größten Marmor-Zentrum in Griechenland, mit Familien die die Kunst kultivierten und im ganzen Griechenland, Kleinasien und Balkan Aufträge übernahmen.

Die russische Epoche auf Tinos war kurz (1770-1774) aber der Einfluss auf den Kirchenbau  (Basilika Bautyp) ist offensichtlich. Am 31. März 1821 die Flagge der Revolution  wurde in Pyrgos, in Exo Meria, aufgezogen, zum ersten Mal auf den Kykladen. Am 30. Januar 1823 hat Agia Pelagia, nach einem Vision sie hatte,  die heilige Ikone von Megalochari  (Maria Mutter Jesu)gefunden.

Am 15. August 1940 ein italienisches U-Boot versenkte den griechischen Zerstörer „Elli“ im Hafen von Tinos, am Tag des „Megalochari“ Festes. Während der italienischen und deutschen Besetzung  verhungerten die Einwohner. Tinos hat einen großen Widerstand gegen die Besatzungskräfte geleistet. In den folgenden Jahren wurde Tinos zu einem panhellenischen Religionszentrum und die Megalochari Panagia (Mutter Jesu) von Tinos ist für die Orthodoxie ein Symbol des Glaubens.

- Die Kirche der Evangelismos tis Theotokou, Symbol für die griechische Orthodoxe Kirche

-die Taxiarches Kirche

-der Agios Nikolaos der Katholiker

-die Kirche der Malamatenia

-die Siedlung von Pyrgos

-die Kunstschule in Pyrgos, Gemeinde von Panormos

-die Agia Ekaterini Kirche in Kampos

-die Granitfelsen in Volax und in Voliaka

-die archäologische Stätte in Kionia (Tempel des Poseidons)

-die traditionelle Siedlung von Mountados

-die Kirche der Analipseos tou Christou in Arnados

-die Agia Triada Kirche in Falatados

-die Timios Stavros Kirche in Ktikados

-die Panagia ton Rodarion im Dorf Ksynara

-das „Glauben und Kultur Zentrum“ im Dorf Ksynara

-die Siedlung Ysternion , Heimat vieler Marmor-Bildhauer

-die Siedlung Kardiani

-die Pfarrkirchen der Genethlia tis Theotokou und der Agioi Anargyroi in den Dörfern Plateia und Marla

-die Taubenhäuser (mehr als 600), die Mehrheit von denen aus dem 18. Und 19. Jh. v. Chr. datiert sind. Die meisten liegen im Tal des Dorfes Tarampados.

-das Kloster der Kyra Xeni  und das Kato Monastiri, wo Spuren und Befunde aus der prähistorischen Epoche gefunden sind (ein mykenisches Kuppelgrab und ein Grab der geometrischen Zeit).

-die Gegend von Evangelistria und Grammatiko, wo eine Inschrift aus dem  4. Jh. v. Chr. entdeckt wurde, die ein Heiligtum der Gaia erwähnt. Es wurde später bewiesen, dass dort eine römische Siedlung lag.

-die Handwerkschule, die seit 1898 das Ziel hat, die Weberei zu lehren . Von Nikolaos und Eleni Sarifi und die Heilige Institution Evangelistria gegründet, die Schule verfügt über eigenen Gebäuden in Evangelistria Straße und gehört dem Frauen- Verein „Evangelismos“. Die Schüler sollen nur aus Tinos kommen und die Kurse sind frei. Neben dem Raum mit den Webstühlen gibt es eine Ausstellung, wo Artikel, die in der Schule produziert werden, verkauft werden. (Tel. 22830,22894)

-die Priesterschule, die 1966 gegründet ist, in der Megalochari Straße, gegenüber der Heiligen Institution. Die Schüler bekommen Stipendien vom Staat, studieren und wohnen in der Schule. Hunderte von den Schulabgängern haben die Kirchen in ganzem Griechenland bemannt (Tel. 22830 22198)

Museen

-Das Archäologische Museum von Tinos in Chora.

-Die Sakristei. Im Vorhof der Evangelistria Kirche von Tinos.

-Das Museum der Künstler aus Tinos. Im Vorhof der Evangelistria Kirche von Tinos.

-Das Museum Antoniou Sochou. Im Vorhof der Evangelistria Kirche von Tinos.

-Die Ausstellung Kirchlicher Ikonen und Artefakte.  Im Vorhof der Evangelistria Kirche von Tinos.

-Die Muttergottesausstellung. Im Vorhof der Evangelistria Kirche von Tinos.

-Die Pinakothek (eine Spende von Athanassios Papadopoulos). Im Vorhof der Evangelistria Kirche von Tinos.

-Das Mausoleum des Zerstörers „Elli“. Im Vorhof der Evangelistria Kirche von Tinos.

-Das Museum Kirchlicher Artefakte des Katholischen Erzbistums im Dorf Xynaras.

-Das Museum des Frauenklosters  Kechrovoniou mit alten Ikonen (8.Jh.-9.Jh.) und einen Ausstellungsraum für handgemachte Gegenstände, die die Nonnen geschafft haben.

-Das Kirchliche Museum im Dorf Arnados.

-Das Museum Landwirtschaftlicher Werkzeuge im Agios Frangiskos Kloster im Dorf Messi.

-Das Landwirtshaftliche Museum im Jesuiten Kloster im Dorf Loutra.

-Das Museum Ysternioten Künstler im Dorf Ysternia

-Das Giannoulis Halepas Museum im Dorf Pyrgos.

-Das Museum Panormiter Künstler im Dorf Pyrgos.

-Das Marmorkunstmuseum im Dorf Pyrgos.

-Das Volkskunstmuseum im Kloster Agia Triada in Gyrla.

-Das Volkskundemuseum Loutron im Ursulinenkloster im Dorf Loutra.

-Das Volkskundemuseum im Dorf Steni

-Das Volkskundemuseum im Dorf Volax.

-Das Volkskundemuseum im Dorf Falatados

-Das Volkskundemuseum im Dorf Karya.

Tinos ist eine Insel die ihren traditionellen Charakter bewahrt, mit den Festen und den Bräuchen wo alle Häuser „offen“ sind und die Hausbesitzer ihre Gastfreundlichkeit zeigen.

Feste:

  • Das Fest in Vourniotissa (24 September)
  • Das Fest in in Agia Varvara, in Smovolos (4.Dezember)
  • Das Fest in Tripotamo (am Weihnachten)
  • Das Fest in Ktikado (Ostermontag)
  • Das Fest in Lakkotiani Ysternion (Sonntag des Heiligen Thomas)
  • Das Fest in Vryssi in Panagia (am ersten Mai)
  • Das Fest in Agia Paraskevi in Karaboussa (26 Juli)
  • Das Fest in Kyra Kseni (23 August)

Die großen Feste von Tinos:

  • Das Fest der Auffindung der Heiligen Ikone der Panagia (30. Januar): Der „Große Tag“ der Insel. Die Feier beginnt am Tag zuvor mit dem Vesper in der Kirche der Auffindung wo die Heilige Ikone gebracht wird. Am nächsten Morgen findet eine Liturgie in der zentrealen Kirche statt und dann wird ein Kranz an die Statue des Bischofs Gabriel niedergelegt. Am Nachmittag, um 14:30 – ist die Exakte Zeit der Auffindung – findet die Prozession der Heilige Ikone statt, und sie geht dieselbe Strecke, die die Einwohner am 30. Januar 1823 folgten.  Nach der Rückkehr der Ikone in die Kirche führen die Priester eine Seelenmasse aus, legen einen Kranz  an den Gräbern der Stifter im Vorhof der Kirche nieder und es wird ein Jahresbericht des Werkes des Komitees der Heiligen Institution Evangelistrias Tinou gemacht. Am Abend findet der berühmte und spektakuläre Fackelzug (bekannt als „Ta Fanarakia“)statt, mit der Teilnahme von vielen Schülern und Einwohnern – als Erinnerung an den Tag der Auffindung der Ikone, als viele Gläubige, die die Nachrichten gehört hatten, in die Stadt kamen, mit kleinen Laternen in den Händen und durch die Straßen den Pantanassa-Platz erreichten, im zentralen Punkt der Küste. Die Feier endet mit einer offiziellen Veranstaltung der Gemeinde Tinos in einem Hotel der Stadt.
  •                                                                                                                       
  • Zweitägige Veranstaltungen (1. und 2. Februar) : Kirchliche und  soziale Veranstaltungen der Panagia Megalochari und des Agios Symeon zu Ehren, im Dorf Ktikados, wo die Pfarrkirche der Orthodoxe Gemeinde feiert.  Viele lokale Bräuche sind auch bewahrt.
  • Die Evangelismos Feier (25. März): Die Kirche der Evangelistria-Megalochari(Mutter Jesu)feiert. Prozessionen und andere religiöse Feierlichkeiten finden statt, zusammen mit der Feier für den griechischen Nationalfeiertag, der am selben Tag ist. In Chora, nach der Prozession der Ikone (12:00 mittags) gibt es eine Vorführung traditioneller Tänze am Strand und Anbieten von lokalen Süßigkeiten und Raki. Tanzen und Unterhaltung für die Zuschauer ist auch im Programm.
  • Erster Mai. Die Feier der Arbeiter wird in „Sklavochorio“ mit dem Lamm-Braten gefeiert. Hier werden Tische für alle vorbereitet und Tanzen und Singen für die Anwesenden. Das Fest wird von Verein des  Dorfes veranstaltet und alle Einwohner nehmen teil, und sie bieten hausgemachte Spezialitäten, Süßigkeiten, Raki u.a. an.
  • Fest der Panagia  Vryssiotissa (am ersten Sonntag von Mai): Im Wallfahrtsort des katholischen Klosters der Panagia (Maria Mutter Jesu) Vryssiotissa, gibt es eine Liturgie auf dem Freien. Vorher wird die Ikone von der Kirche in Tarampados gebracht und während der Prozession singen die Gläubigen Hymnen und der Heilige „Rodario“ der Panagia zur Ehre. Nach der Liturgie folgt die Segnung der Autos , die auf der Straßenseite geparkt werden. 
  • Das Feier der Koimiseos tis Theotokou (Entschlafung Marias Mutter Jesu)am 15. August: Die Feier beginnt am Tag Zuvor mit dem feierlichen Vesper. Am nächsten Morgen, nach der feierlichen Liturgie, wird die Prozession der Heiligen Ikone durchgeführt, mi t der Teilnahme von Honoratioren, Behördenvertreter, einer Landungstruppe der Marine und vieler Gläubigen. Die Prozession wird von den Orchestern der Marine und der heiligen Institution begleitet. Am Nachmittag des 14.August  wird ein Kranz vom Admiral der Flotte an das Mausoleum des Zerstörers „Elli“ niedergelegt und am nächsten Morgen, um 9:30, wirft ein Vertreter der Regierung einen Kranz in den Hafen, wo „Elli“ gesunken wurde.
  • Das Feier „Tis Ypsoseos  tou Stavrou“ (Erheben des Kreuzes Jesu):die katholische Pfarrkirche des Dorfes Ktikado und die Kleinkirche im alten Hafen von Tinos feiern.

Bräuche

  • Der Brauch „des Kavos“ wird am Weihnachten in Tripotamo gefeiert, mit frühchristlichen, mittelalterlichen und klösterlichen (aus Agion Oros) Elementen.
  • Am Tsiknopempti (vorletzter Donnerstag vor dem Karneval)lebt wieder im Dorf Triantaros der Brauch des Karnevalstanzes und das ABC der Liebe, wie es heißt, auf. Ein Kreis von Tänzern wird gemacht, die nacheinander witzige Verse singen, die Reihe des Alphabets folgend.  Früher wurde der Brauch in Häuser mit Freunden verwirklicht, heute im Kafeneion (Cafe) des Dorfes. Lokale Spezialitäten und Süßigkeiten werden auch serviert.
  • Der Karneval im Dorf Falatados (am letzten Samstag des Karnevals), mit verschiedenem Thema jedes Jahr. Spezialitäten werden serviert und die Anwesenden tanzen unter der Begleitung lokaler traditionalen Organe (Gitarre, Violine, Tsampouna). Im Dorf Agapi, feiern den „Makaronas“. Das ist ein Mensch aus Stroh, der durch das Dorf umhergetragen und am Ende auf dem Dorfplatz verbrannt wird. Nach dieser Zeremonie, die Einwohner und die Besucher versammeln sich im Gemeindesaal und genießen ein traditionelles Spagetti (Makaronada).