KITHNOS

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Kythnos, anders bekannt als Thermia, die erste Insel der Linie der Westkykladen, ist sowohl für kurze Ausflüge als auch für einen mehrtagigen Urlaub geeignet. Ihre unzähligen Strände, die Landschaft der Kykladen mit ihrer Trockenmauern und die einzigartige Gastfreundschaft der Einwohner werden Sie willkomen geheißen.

Die Schiffsvebindung findet durch Lavrion statt. Die Reise dauert ungefähr eine Stunde mit Schnellboot und anderthalbe Stunde mit der Fähre. Die Reise von Piräus dauert ungefähr drei Stunden mit der Fähre. 

Kythnos bekam ihren Namen von dem  gleichnamigen ersten  Siedler der Insel und Anführer der Dryopen. Eine andere Variante meint, dass der Name aus dem Wortstamm „kyth“ kommt, der aus dem Verb „keftho“ (stecken) stammt und bezeichnet also das Versteck ,den Ort wo jemand steckt.

Ausgrabungen im Ort Maroulas, haben Funde ans Licht gebracht, die zeigen, dass die Insel seit der Mittelsteinzeit bewohnt ist, was auf die älteste Siedlung auf der Kykladen hindeutet.

Nach Herodot,  kamen im 13 Jh. V. Chr. die Dryopen auf die Insel und bauten Zyklopenmauerwerke und glänzende Tempel.

Die Ionen waren die nächsten Bewohner der Insel. Kythnos nahm an den Persischen Kriegen mit einer Triere teil und wurde Mitglieder des Athenischen Seebundes. Später wurde die Insel römisches Territorium und danach Thema der Ägäis von den Byzantinern.

Während der venezianischen Besetzung, wurde Kythnos von Markos Sanoudos besetzt und trug den Namen „Thermia“ (dank der vielen warmen Wasser-Quellen der Insel).

Kythnos blieb unter venezianischer Herrschaft auch nach der Plünderung von Barbarossa (1537) und während des Russich-Türkischen Krieges war von den Russen besetzt.

1827 bekommt die Insel wieder den Name „Kythnos“ und nimmt bei der griechischen Revolution Teil. In den Jahren wenn Otto von Bayern König Griechenlands war, wurde Kythnos zu einem Ort  des Exils für Revolutionäre und politische Gegner. 1862 attackierten Rebellen aus Syros, die die Gefangenen befreien wollten, auf die staatlichen Truppen in Agia Irini. Die Revolution scheiterte und es gab drei Tote unter den Rebellen: Leotsakos, Moraitinis und Skravelis.

Heute die Einwohner von Kythnos beschäftigen sich meist mit dem Tourismus, ohne dass sie die übrigen Bauerarbeiten vernachlässigen. Der Besucher erlebt die perfekte Kombination  der herrlichen kykladischen Landschaft, des kristallklaren Meereswassers, der lokalen Produkte (Fleisch, Käse, Obst und Gemüse) und des frischen Fisch.

Maroulas

Im Ort Maroulas wurde eine Siedlung aus der Mittelsteinzeit (9000-8000 v. Chr.). Es wird behaupte, dass es  um eine Versorgungsstation oder einen Versteck handelt. Bei den Ausgrabungen wurden runde Häuser und Gräber gefunden. Unter den Befunden sind ein menschlicher Skelett und mehrere Werkzeuge aus Stein (Opsidian, Feuerstein u.a.). Die Siedlung ist die einzige aus dieser Epoche im griechischen geographischen Raum.

Burg von Oria

Im Norden der Insel, in der Nähe von Kap Kephalos und zwischen den Hügeln Sklavos und Gialoudi, steht die Burg von Oria.

Wind- und Solarpark

Der Wind- und Solarpark liegt in der Nähe von dem Hubschrauberlandeplatz, wenigen Kilometer von Chore entfernt. Windkraftanlagen und Solaranlagen werden für die Elektrifizierung der Insel verwendet.

Das Byzantinische Museum

Das kleine Byzantinische Museum in der Ai Giorgis Kirche in Ioulida  ist jeden Tag offen , von 10:00 bis 14:00 und von 19:00 bis 21:00.

Die St. Minas Kirche

Die Kirche ist ein Markenzeichen in Dryopida. Es ist ein Besuch Wert und man kann die wundervolle hölzerne Ikonenwand bewundern, den einzigartigen bischöflichen Thron, wie auch das schöne Epitaph.

Die St. Savvas Kirche

Die Kirche ist in Chora. Bevor den Eingang, über der Tür, gibt es ein Epigraph wo das Baujahr der Kirche geschrieben ist (1613).

Das Volkkunst Museum in Dryopida. Hier kann man Gegenstände aus dem alltäglichen Leben der Einwohner von älteren Epochen und traditionelle Trachten  ansehen.

Das Kloster der Panagia Kanala

Das Kloster ist der Panagia Kanala gewidmet, die Schutzheiligerin der Insel. Es ist auf einem Fels gebaut, nicht weit von der Gemeinde Kanala, der  ihren Namen gegeben hat.

Das Kloster der Panagia tou Nikous

Das Kloster liegt 800m von Chora entfernt. Sein Name kommt möglicherweise aus der byzantinischen Benennung der Panagia Nikopoios.

Die Höhle Katafyki

Die Höhle mit Stalagmiten und Stalaktiten ist in Dryopida und zählt zu den größten  Griechenlands.

Thermalquellen

Die Thermalquellen von Kythnos wurden in Loutra 1857 gebaut. Sie sind jeden Tag von Mai bis September im Betrieb. Es gibt zwei heißen Quellen, deren therapeutischen Eigenschaften sie genießen können. Hier können sie die Privatbecken des ersten königlichen Paares von Griechenland, Otto von Bayern und Amalia, anschauen.

Der spektakulärste Brauch der Insel ist die „Kounia“. Am Ostersonntag, auf dem Inselplatz, stellt man eine Schaukel, auf der die Mädchen und Jungen, die Trachten tragen,  sitzen. Diejenigen, die einander schaukeln, geben Heiratsversprechungen.

Während der Sommer-Kulturveranstaltungen, die Gemeinde von Kythnos organisiert jeden Juli und August die „Kythnia“.

Die Feste der Insel sind viele. Die bekanntesten sind:

  • 23. April: Das Fest des Agios Georgios
  • Im Juni:Das Fest der Agia Triada
  • 30.Juni: Das Fest der Agion Apostolon
  • 20.Juli:Das Fest des Profitis Ilias
  • 26.Juli:Das Fest der Agia Paraskevi
  • 6.August:Das Fest des Sotiros
  • 15.August:Die Feste der Panagia (Mutter Jesu) Kanalas, der Panagia Nikous, der Panagia Stratolatissa
  • 23.August:Das Fest der Panagia der Kastrou, der Panagia Flambouriani
  • 8.September:Das Fest der Panagia Kanalas