KEA (oder TZIA)

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Kea oder Tzia, die westlichste Insel der Kykladen, verfügt uber einen Perimeter von ungefähr 85 klm. und eine Gesamtoberfläche von 131 Quadratkilometer. Ihr Hafen liegt nur 40 Seemeilen von Piräus und 16 Seemeilen von Lavrion entfernt, was Kea zur am nähesten liegende Insel von Attika macht. Es gibt täglichen Schiffsverkehr vom Hafen von Lavrion und die Reise dauert ungefähr eine Stunde. Des Weiteren gibt es eine Schiffsverindung mit Syros und Kythnos.

Kea unterscheidet sich von den anderen Inseln der Ägäis auf Grund ihrer reichen Flora. Der Besucher kann die herrlichen Eichenwälder bewundern, von denen nur sehr wenige auf die Ägäis zu finden sind. Die Eiche wächst auf die ganze Mitte- und Ostkea.

Auf der Insel befinden sich 16 aus den 1300 autochtonen Pflanzensorten Griechenlands. Aus den 16 endemischen Pflanzen von Kea sind 5 als selten eingeordnet worden. Der südöstliche Teil Keas gehört zum Natura 2000 - Netzwerk.

Die einzigartigen Wildorchideen, die Heilkräuter, die Duftbüschen, die seltenen Egerlingen, die vielfarbigen Flechten, die uralten Kastanien, die Ahornen, die phönizischer Wacholder (Juniperus phoenicea), die Judasbäume (Cerqis siliquastrum), die Krokusse, die Schwertlilien, die Glockenblumen, die Anemonen, die Wildrosen, die Hyazinthen, die wilden Gladiolen, die Affodillen und die Pfriemenginster stellen eine einzigartge Farbpallete dar, deren herrliche Duft die naturliebenden Einwohner und Gäste der Insel bezaubert.

Die Küsten formen kleine Buchten, Kaps und Seehöhlen. Die große Bucht von Agios Nikolaos, die zu den größten Naturhafen Mittelmeers gehört, liegt im Nordwesten. Weiter nach Osten befindet sich die durch Nordwind geprägte Bucht von Otzias. Im Südwesten liegt die Bucht Koundouros, im Osten die Ankerplätze Poles und Spathi und im Westen der Ankerplatz Poisses. Der Meeresboden wird mit großen Vegetationsflächen geschmückt.

In der Mythologie wurde Kea auch „Hydroussa“ benannt,  wegen der vielen Gewässer  und der dichten Fauna. Der Mythos sagt, dass die Nymphen, die in den Wälder der Insel lebten, flüchteten und danach, Sirius, der hellste Stern am Himmel, nicht nur Hydroussa sondern alle Kykladen verbrannt hat. Die Dürre hat die Einwohner bezwungen, die Hilfe des Halbgottes Aristaios von Thessalien, Sohnes von Apollo und der Nymphe Kyrene  aufzusuchen. Aristaios hat den Göttern Opfer gebracht und so wurde ihre Wut gemildert. Die Dürre zog zurück. Seitdem wehen jedes Jahr und für 40 Tage Nordwinde, die sogenannten „Meltemia“, in der Zeit des heliakischen Aufgangs des Sternbildes Großer Hund, wo Sirius gehört.

Die Insel bekam seinen Namen von dem Helden Keos, Sohn von Apollo und der Nymphe Rodoessa, der angeblich auf der Insel im 11. Jahrhundert v. Chr. gelebt hat. Die Ausgrabungen in Kephalas haben gezeigt, dass die Insel seit der Jungsteinzeit bewohnt ist. Eine prähistorische Siedlung gibt es auf der Halbinsel Agia Eirini wie auch in Vourkari.

Von der Bronzezeit bis zur Ende der mykenischen Zeit, die Siedlung auf Agia Eirini war von grosser Bedeutung in der Geschichte und der frueheren Kultur des Aegaeischen Meeres. Im 16. Jahrhundert v. Chr. wurde die Siedlung zum Mittelpunkt der Kommunikation zwischen der minoischen und der mykenischen Welt und Agia Eirini wurde in ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum umgewandelt.

Die Ionier haben in der archaischen Epoche die Städte Ioulis, Karthaia, Korissos und Poiessa gegründet, die auch wichtige ökonomische- und Kulturzentren wurden. Kea war bekannt für das politische System und der große Aristoteles beschreibt in seinem Werk „Keion Politeia“ die vorbildliche soziale Gliederung auf Kea.

Der Gesetzgeber Aristeides, einer der sieben Weisen der Antike stammte aus Kea und war berühmt im ganzen Griechenland für seine strengen Gesetze. Ein solches Gesetz war „Keion to nomimon“, dem zufolge, sollte der Bürger sterben, seitdem seine mentalen und physischen Kräfte nicht nutzbar für den Staat waren. Die Menschen die die Altersgrenze von 70 Jahren erreichten, begangen Selbstmord, durch die Einnahme von einen Gift namens Konium (conium maculatum). Diese Sitte hat bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. weitergelebt und hat mit der Durchsetzung des Christentums aufgehört.     

Seit der Entstehung des Byzantischen Reiches war Kea Teil der Provinz Griechenland und unter der Herrschaft des östlichen Römischen Reiches. Die Autonomie der vier Städte der Insel war bereits in der Zeit der römischen Besetzung abgehoben und Ioulis wurde zu dem einzigen politischen Zentrum auf Kea.

Während der Besetzung von Republik Venedig wurde auf der Position, wo die Akropolis von antiker Ioulis stand,  eine Burg gebaut. In der Zeiten der Giustiniani und der Venezier (1207-1566), wurde Kea von verschiedenen italienischen Herrschern erobert.

Der Name Tzia ist italienischer Herkunft und wurde während der venezianischen Herrschaft benutzt. Danach folgten die Osmanen als Herrscher. Die haben Kea in 1537 erobert. Die Insel erlitt viele Zerstörungen während des Russisch – Türkischen Krieges.

In der Griechischen Revolution von 1821 war Kea bei dem Befreiungskampf der Griechen aktiv beteiligt und ist Griechenland im Jahre 1830 beigetreten.

Die prähistorische Siedlung von Agia Eirini. Die Ruinen liegen im Norden der gleichnamigen Halbinsel. Die Siedlung stand in Blüte seit dem Ende der Jungsteinzeit und wurde von einem starken Erdbeben um 1450 v. Chr. zerstört.

Die antike Karthaia. Karthaia war eine der vier bedeutenden Staedte in Kea in der Antike. Die wichtigsten Befunde im Ort sind:

  • Der Tempel des Pythios Apollo wurde im 5. Jahrhundet v. Chr. gebaut. Charakteristisch sind die 6 kunstvollen Säule.
  • Der Tempel der Athena, der zwischen Ende des 6. Jh. v. Chr. und  Anfang des 5. Jh. v. Chr. datiert ist. ImTempel wurden Ausschnitte eines Frieses, der eine Amazonomachie darstellt, entdeckt.
  • Die Mauer von Karthaia die aus dem Ende des 5. Jh. V. Chr. datiert ist.
  • Der Turm von Agia Marina liegt im Innenland, zwischen den beiden antiken Städten von Korissos und Poiessa. Gebaut in der hellenistischen Epoche, ist der isolierte Turm ein charakteristisches Exemplar für Festungsbau.
  • Der Kloster Panagia Kastriani, gebaut auf dem Hügel Kastri.
  • Der Löwe von Kea, in einen Felsen nördlich von Ioulida gehauen. Er ist mit vielen Sagen und Traditionen der Insel verbunden.
  • Die renovierten Windmühlen in Koundouros, die heutzutage bewohnt sind.
  • Das Rathaus in Ioulida, ein neoklassisches Gebäude, das im Jahre 1902 gebaut wurde und mit Ton-Statuen von Apollo und Hermes dekoriert ist.
  • Die alte Schule in Ioulida ,die der deutsche Architekt Ernst Ziller gezeichnet hat und ein Exemplar der neoklassischen Architektur ist.
  • Die Gemälde von Alekos Fasianos, die eine Überdachung auf dem zentralen Platz der Hauptstadt dekorieren.
  • Die Akropolis von Ioulida mit den Ruinen des Apollo-Tempels und die Ruinen der mittelalterlichen Burg aus dem 13. Jh. Vor Chr., die Domeniko Mikeli gebaut hat.

-Silvester:Am Silvester, der Kultur-Verein empfängt das neue Jahr mit den traditionellen Weihnachtsliedern von Tzia, begleitet von den traditionellen Musikinstrumenten „Tsampouna“ und „Toumbi“.

-Karneval: in Griechenland auch Apokries genannt und auf Kea werden Maskierten-Tänze , Karnevalsspiele und Clownshows für die Kinder und die Erwachsene ausgeführt. Die Veranstaltungen erreichen ihren Höhenpunkt am letzten Sonntag des Karnevals, wenn eine Karnevalparade mit der Teilnahme von Maskierten-Gruppen und die Vorführung von Theaterstücke die den Alltag satirisch darstellen. Die Veranstaltung wird zu einem rasenden Fest und von der Gemeinde werden Wein, Souvlaki und Milchreis mit Zitrone serviert.

-Das Märchenfest : Ein Fest , das die Volks-Sagen der Insel parallel zu den antiken Fußwegen bekannt zu machen versucht.

-Die Simonideia : kulturelle Veranstaltungen wie Theater-Aufführungen, Konzerte und Wettkämpfe.

-Das Fest Metamorphosi tou Sotiros am 6. August in Pisses.

-Das Fest Dekapentavgoustos (15. August) in Ioulida.

-Das Fest tou Agiou Sosontos am 7.September in Otzia.

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