Die mittelalterliche katholische Siedlung auf dem Hügelgipfel — Treppen, Torbögen, Rebetiko und ein atemberaubender Ausblick.
Syros
Hoch oben, auf dem Gipfel des Hügels über Ermoupoli, thront Ano Syros seit acht Jahrhunderten unerschütterlich. Eine mittelalterliche, katholische Siedlung, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheint — mit labyrinthartigen Gassen, steinernen Torbögen und einem Ausblick, der einem, sobald man den Gipfel erreicht, buchstäblich den Atem raubt.
Eine Reise durch die Zeit
Im 13. Jahrhundert von den Venezianern erbaut, ist Ano Syros eine der ältesten mittelalterlichen Siedlungen der Kykladen. Hier verwurzelte sich der katholische Charakter der Insel — eine Eigenheit, die bis heute erhalten geblieben ist, wobei die Klöster der Kapuziner und der Jesuiten den Hügel überragen. Jeder Stein, jeder Torbogen und jede Stufe trägt eine jahrhundertealte Geschichte in sich.
Details, die sich in jeder Ecke von Ano Syros verbergen.
Verloren in den Gassen
Es gibt keinen „richtigen” Weg in Ano Syros — und genau darin liegt der ganze Zauber. Lass dich in den engen, steil ansteigenden Kopfsteinpflastergassen verlieren, geh unter den steinernen Torbögen hindurch und tritt plötzlich auf einen kleinen Platz mit Blick auf das Meer. Auf der historischen Piatsa laden dich die traditionellen Kafenia und kleinen Tavernen zu einem Kaffee oder einem Tsipouro ein, während die Einheimischen dich wie einen alten Freund willkommen heißen.
Hier bewegt sich die Zeit langsam — so langsam, wie man die Stufen zum Gipfel emporsteigt.
Ano Syros
Der Agios Georgios & die Aussicht
Auf dem Gipfel des Hügels erwartet dich die katholische Kathedrale des Agios Georgios. Von ihrem Vorhof aus breitet sich vor dir einer der eindrucksvollsten Ausblicke der gesamten Kykladen aus: Ermoupoli, das sich amphitheatralisch zum Hafen hinabzieht, das endlose Blau der Ägäis und, an klaren Tagen, die Nachbarinseln am Horizont. Heb ihn dir für den Sonnenuntergang auf — du wirst ihn nicht vergessen.
Der Blick von Ano Syros auf Ermoupoli und die Ägäis.
Auf den Spuren von Markos Vamvakaris
Ano Syros ist der Geburtsort von Markos Vamvakaris, dem „Patriarchen des Rebetiko”. Besuche das kleine, stimmungsvolle Markos-Vamvakaris-Museum, in dem Fotografien, persönliche Gegenstände und sein legendäres Bouzouki die volkstümliche Musiktradition der Insel lebendig werden lassen. Und solltest du im August hier sein, verpasse nicht die „Augustmonde” — Rebetiko-Abende unter dem Vollmond, mit der Ägäis als Kulisse.
Gut zu wissen
Wie: Zu Fuß von Ermoupoli aus (steil ansteigende Stufen) oder mit Auto/Bus bis zum Ortseingang.
Wann: Am späten Nachmittag, um den Sonnenuntergang vom Agios Georgios aus zu erleben.
Anziehen: Bequeme Schuhe — die Kopfsteinpflasterwege sind schön, aber anspruchsvoll.
Nicht verpassen: Das Vamvakaris-Museum, die Piatsa und die „Augustmonde”.