MIKONOS

Delos

Die Heilige Insel der alten Griechen, die nach der Mythologie, zwischen den Wellen der Ägäis auftaucht, sodass die von Hera bejagte Leto dort ihre Kinder Apollo und Artemis  gebären würde. Auf Delos befinden sich in sehr guten Kondition die Ruinen einer der größten und besser organisierten Siedlungen der griechisch-römischen Antike anzusehen. Die Insel wurde zuerst in 3000 v. Chr. möglicherweise von den Karern besiedelt.  Anfang des 10. Jh. v. Chr. wird Delos zu einem Religionszentrum und Sitz eines Großen Bundes (Amfiktionien) der Ägäis. Ende des  6. Jh. v. Chr. herrschen die Athener auf  der heiligen Insel. 540 v. Chr. Peisistratos beschloss die erste Katharsis der Insel. Die zweite Katharsis entstand im Jahre 426  v. Chr. und die Gebeine aller Toten von Delos wurden auf die Nachbarinsel  Rinia gebracht und alle Geburten und Sterben auf der Insel von Apollo wurden verboten, sodass das Heiligtum rein bleibt.

Nachdem die  Mazedonier  315 v. Chr. auf der Insel  gekommen waren, wurde sie unabhängig und konnte sich in der Handelswelt aufwachsen. Die Besiedlung der Römer führte zu einer großen Einwanderung von Ägyptern, Syrier und Italiener und der weiteren Entwicklung der Insel  bis zum Jahr 88 v. Chr., als während der Mithridatischen Kriege zwei schrecklichen Angriffe auf der Insel geschahen. Danach beginnt der Untergang bis zum 6 Jh.  n. Chr. und das endgültige Verlassen von Delos. Nach vielen Jahrhunderten, in 1873, begann die französische Archäologische Schule von Athen die Ausgrabungen und Delos kommt aus der Unsichtbarkeit heraus und ihre reiche Geschichte wird aufgedeckt. Das Archäologische Museum von Delos ist heute eines der wichtigsten in Griechenland. Delos und Rinia sind vom Kultusministerium geschützt und ohne eine spezielle Genehmigung darf hier kein Schiff vor Anker gehen und niemand darf auf der Insel übernachten.

Drafaki, Vryssi,Glastros, Platy-Gialos

Interessante kleine Monumente befinden sich verstreut in – vor einiger Zeit- bäuerlichen Orte und im Süden der Chora: in Drafaki kann man einige uralten aber gut erhaltenen Kleinkirchen besichtigen. In Vryssi wurde vor einigen Jahren ein ungewöhnlicher für die Kykladen Kuppelgrab aus der mykenischen Periode entdeckt, mit vielen und interessanten Befunde, die die enge Beziehung der Insel zu den mykenischen Zentren auf dem Festland zeigen. Im selben Ort gibt es wunderbare Taubenhäuser in alten Gärten. Auf dem mykoniatischen Land sind noch die Ruinen von antiken kreisförmigen oder viereckigen Burgen erhalten, die möglicherweise zu einem Verteidigungssystem der Insel gehörten: Die Burg in Lino, mit einem Diameter von 10m, die Burg im Ort „Portes“  oberhalb dem Strand  Platys Gialos, mit einem deutlich kleineren Diameter (3,5m.), ist wegen seiner gut erhaltenen Holztür sehr bewundernswert. Es gibt auch antike Zisternen, die bis heute verwendet werden, wie die von „Giannaros“, ein unterirdisches Wasserreservoir, gebaut mit Granitsteine und mit  einer Treppe die zum Wasser führt. Eine andere Zisterne, der „Pouados , mit seitlichen Stufen, die den Durchgang ermöglichen, ist unter der Straße Tourlou – Korfou, in der Nähe von Tagou.

Kleines Venedig

Zwischen Kastro und Skarpa ist die bildhafte Nachbarschaft mit den bunten Balkonen und die „Bountia“  (geschlossene Balkonen), die über dem Meer „hängt“. Hier kann man sicherlich einen der schönsten Sonnenuntergänge Griechenlands erleben.

Die Paraportiani Kirche

Die Paraportiani ist ein einzigartiger architektonischer Komplex, den nicht nur der Mensch gebaut hat, aber auch die Natur hat mit den Zerstörungen die sie geschafft hatte zu einem Ergebnis von hoher Ästhetik beigetragen. Der Name „Paraportiani“ stammt  aus der Lage der Kirche-sie befindet sich neben dem nordwestlichen Tor, den „Paraporti“ ,der mittelalterlichen Mauer von Mykonos.   In Wirklichkeit handelt es um ein zweistöckiges Gebäude mit fünf Kirchen, von deren vier im Erdgeschoss und eine im ersten Stock sind. Genau diese ist die Kirche, die der Name der Panagia Paraportiani trägt. Die erste Phase der Entstehung der Kirche war zwischen dem 16. Jh. und dem 17. Jh. und ihre architektonische Einzigartigkeit haben „Paraportiani“ zu einem wichtigen Monument gemacht, nicht nur für Mykonos  sondern auch für die ganze Ägäis.

Zoodochos Pigi (die Kathedrale), Panhara, Agia Kyriaki, Agios Nikolaos tou Gialou, Agia Eleni

Diese Kirchen sind einige von den vielen und bemerkenswerten Kirchen der nach-byzantinischer Epoche von Chora, mit schöner Architektur, bedeutende Ikonen und feingemachte Ikonenwände. Die große Zahl der Kirchen erklärt sich aus der alten Gewohnheit der Mykoniaten die Gebeine ihrer Verwandte in den Wände der Kirche zu bewahren.

Kalafatis – Divounia

 Im Nordosten von Ano Mera, gegenüber des Strandes „Kalafatis“, in Divounia-Tarsanas, auf dem kleinen Kap gibt es Spuren einer prähistorischen (frühkykladischen) Akropole.

Kato Myloi

Im Süden der Chora, zwischen der bilderhaften Alefkantra und Neochori, am Meer orientiert, stehen mit ihren weißen Volumen, beeindrucken die Mühlen den Besucher. Heute gibt es noch sieben  aus den zehn Mühlen die bis Anfang des 20. Jh. im Betrieb waren und die lokalen Getreide mit der Stärke des Nordwinds mahlten. Die Mühlen von Mykonos versorgten die Bäckereien der Insel mit Mehl und Getreide und die versorgten die Schiffe, die aus der Ägäis kamen und eine Station machten, mit Backwaren. Eine solche monumentale Bäckerei, die bis heute mit Holz funktioniert, ist die „Fournos des Gioras“ in Niochori.

Ftelia-Poros

In vielen Orten der Insel, wie in Panormos, wurden prähistorische Gebäude gefunden. Die wichtigste Jungsteinzeit Siedlung ist die von Ftelia. Im selben Ort könnte sich vermutlich seit der archaischen Epoche das Grab des Aias Lokrer , des Helden des Trojanischen Krieges, der in Mykonos vergöttert war, befinden.

Das Kloster der Panagia Tourliani

Gegründet in 1542, auf der Stelle wo eine alte Kirche Eisodia tis Panagias stand. Von 1757 bis 1767 wurde das Kloster, der Entschlafung Mariä gewidmet, vom Mönchpriester Ignatios Bassoulas renoviert und hat die heutige Form bekommen. Die wundervolle, im baroquen Stil, Ikonenwand der mit drei Langschiffen Kirche, der bischöfliche Thron und die Kanzel (Ende des 18.Jh.), wurden vermutlich in Firenze gemacht und die schönen Ikonen hat der Maler Ioannis aus Korfu gemalt. Die Architektur des Gebäudekomplexes, die kunstvolle Dekoration des Glockenturms und der Quelle beeindrucken die Besucher.  

Das Kloster von Palaiokastro

Ein Frauenkloster des 18.Jh., typisches Exemplar kykladischer Klosterarchitektur, befindet sich im Norden von Ano Mera. Ihr Name kommt aus dem gleichnamigen Hügel (Palaiokastro), auf dem eine mittelalterliche, byzantinische und dann von der Gyzi Familie renovierte Burg liegt. In dieselbe Gegend, besuchen wir die Kirche des Agios Vlassis mit dem großen Taubenhaus und ein einzigartiges prähistorisches Grabmonument, in der Form eines großen Granitsteines, der 3 m. hoch ist.

Die Bibliothek der Gemeinde

Die Bibliothek verfügt über 10.000 Bänder (die meisten aus der historische Bibliothek von Alexandros Meletopoulos), und hat auch eine Kollektion von Fotos, Dokumente aus dem 18.Jh und 19.Jh u.a. Die Bibliothek befindet sich in Agia Kyriaki, in Chora, im Erdgeschoss des wunderschönen Kampanis-Hauses (18 Jh.) 

Die Panagia „Losaria“

Liegt auf dem Alefkantra Platz und hat das Wappen der  Bourbonen an der Fassade  (wurde während der Herrschaft von Ludwig XIV errichtet).

Marathi-Ampelokipos

Zwei weitere kirchliche Monumente der Insel sind der Agios Panteleimonas in Marathi, charakteristisch für die Architektur des 17. Jh. mit wundervollen Ikonen, Fresken u.a. und Agios Georgios, aus dem Ende des 17.Jh., in Ampelokipos von Ano Mera.

Die Drei Brunnen

Im gleichnamigen Ort im Zentrum der Stadt, diese Brunnen  versorgten von 18 Jh. bis 1950 die Chora mit Wasser.

Das Rathaus

Ein elegantes, mit Dachziegeln, zweistöckiges Gebäude aus dem Jahr 1870, wurde in der Periode nach „Orlofika“, also während des Russisch-Türkischen Krieges (1768-1774), gebaut, um der Sitz des russischen Generalkonsuls für den Archipel zu werden. Wenigen Jahren später übernahm die Gemeinde (die lokale Selbstverwaltung der Insel vor der griechischen Revolution)die Leitung und dort sind die Büros der Gemeinde von Mykonos. Nebenan ist das schlichte aber imposante Gebäude „tou Mavrou“ , die erste öffentliche Schule von Mykonos. Wurde während der Herschaft Ottos von Bayern in 1859 gebaut und die Baupläne hat der bayerische Mechaniker Weiler entworfen.