ANTIPAROS

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Antiparos ist ein weißes Gemälde mit Pinselstrichen von  Blau und Grün in der hellblauen Ägäis, ein historischer Ort von großem internationalem Interesse. Monumente und Symbole bezeichnen  die Menschen, die die einzigartige Kykladenkultur geschaffen haben. Im Zentrum der Insel befindet sich eine der schönsten und ältesten Höhlen der Welt. Die Insel wurde weltweit von 17.Jh. bis zum 19. Jh. von den ausländischen Reisenden, die die Insel damals besuchten, bekannt. Sie publizieren ihre Impressionen und die Gravuren die die Höhle und die archäologischen Gebiete abbilden. Heute, tausende von Touristen besuchen Antiparos, um die Höhle und die archäologischen Monumente zu besuchen, in den schönen klaren Stränden zu baden, auf den malerischen Gassen zu spazieren und die traditionellen Gerichte und die herrlichen Weine und den Raki von Antiparos zu genießen. Für diejenige, die das Nachtleben mögen, gibt es Bars und Discos. Aber das Wichtigste: es ist die Warmherzigkeit und Güte und die Gastfreundlichkeit der Inseleinwohner, die den Aufenthalt unvergesslich machen.

Antiparos erreichen Sie via Paros. Paros ist mit Athen per Flugzeug verbunden und von Piräus, Rafina, Salonika, Kreta, Sporaden, Dodekanisa und den Insel der östlichen Ägäis mit normalen und schnellen Passagierschiffen erreichbar. Der Zugang von Paros ist leicht, die Fahrt mit dem Schiffchen dauert 30 Minuten aus Paroikia und mit der Autofäahre aus Pounta 6 Minuten.

Während der historischen Zeiten, waren die ersten Bewohner der Insel Phönizier aus Sidona und danach folgten mehrere Eroberer. In der Antike war Antiparos als Oliaros bekannt und ihre Geschichte ist hauptsächlich mit der von Paros verbunden, deren untrennbarer Teil Antiparos war. Der Name Antiparos wurde zum ersten Mal im 13. Jh. v. Chr. erwähnt. In der Mythologie ist aber das Wort älter, denn Antiparos einer der 50 Söhne des Ägyptos war, der ,wie auch  48 seiner Gebrüder, ermordet wurde, von seiner Gattin Kritomythea, die eine der 50 Danaiden war.

Während der byzantinischen Epoche und von dem 13. Jh. bis zur griechischen Revolution von 1821, litt die Insel unter den Angriffen von Piraten aus Algerien, Kreta, Kefalonia und anderen Orten. 1537 erobern die Osmanen und der schreckliche Pirat Barbarossa Antiparos und die übrigen Kykladeninsel. Während dieser Periode wurde Antiparos von den Eroberern und den Piraten vielmals zerstört. Die Inseleinwohner waren zwischen den ersten Kykladiten, die an den griechischen Befreiungskampf gegen die Türken teilnahmen. Die Insel wurde 1832 offiziell griechisches Territorium.

Im zweiten Weltkrieg wurde Antiparos als geheime Basis der Alliierten benutzt und das „Unternehmen Antiparos“ war ein heroisches Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, das aber zu der Festnahme und Exekution mehrerer griechischen Patrioten und Alliierten führte. 

Die Höhle

Die Höhle von Antiparos ist einzigartig wegen der zauberhaften Stalagmiten und ihrer Beziehung mit der Geschichte der Insel.

Im Inneren der Höhle wurden antike Vasen entdeckt, eine Widmung an Göttin Artemida und eine Inschrift, die beweist, dass einer der ältesten Besucher der Höhle der Archilochos von Paros, der große lyrische Dichter, war. Auf den Wänden sind bis heute die Namen von makedonischen Generallen angeschrieben, die sich gegen Alexander den Großen verschwört hatten und eine Zuflucht in der Hölle von Antiparos gefunden haben. Nennenswert ist auch der Besuch des Marquis Nuandel, des französischen Botschafters in Konstantinopel, der am Weihnachten von 1673 auf Antiparos landete. Der Priester seiner Begleitung führte die Liturgie der Weihnachten in der Höhle aus und benutzte einen Stalagmit als Altar. Alle Besucher der Höhle, vom Marquis de Samber in 1775 bis zum König Otto, dem ersten König Griechenlands in 1840, ließen auf den Wänden ihren Namen hinter. Die deutschen Besatzungskräfte, während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, beschädigten den Höhlenraum.

Die Höhle ist mit dem Auto oder mit dem Bus zu erreichen. Am Eingang liegt die Kleinkirche des Ai Giannis der Spiliotis.

Despotiko

Es ist bekannt, dass die Verehrung des Apollos auf den Kykladen weit verbreitet  war und das heilige Eiland von Delos dem Apollo gewidmet war. Die Tradition sagt, dass es auf den Kykladen 22 Heiligtümer kleiner als das auf Delos gab. Eines war das Heiligtum von Despotiko. Es handelt sich um einen einzigartigen Fall im ägäischen Raum. Gebaut auf einer der schönsten, unbewohnten und unberührten Inseln der Ägäis, das unangetastete archaische Heiligtum war pausenlos vom 7. Jh. v. Chr. bis zur römischen Kaiserzeit verwendet. Es wird vermutet, dass das Despotiko die antike Prepesinthos ist.

Die ersten Ausgrabungen auf Despotiko führte der griechische Archäologe Christos Tountas aus, der frühkykladische Friedhöfe entdeckte. 1959 hat N. Zafeiropoulos in Sumbaria und Mantra, im Nordosten der Insel ausgegraben, wo Spuren eines Tempels von dorischem Rhythmus entdeckt wurden. Seit 1997 haben die Ausgrabungen des Archäologen Jannos Kourajios die Hilfsräume eines Heiligtums ans Licht gebracht. Ein einmaliger Fund ist eine große Statue einer weiblichen Göttinfigur, die auf 680-660 v.Chr. datiert ist. Die vielen Ähnlichkeiten der Funde und der architektonischen Teile zwischen Despotiko und dem Heiligtum des Delios auf Paros, das dem Apollo und der Artemis gewidmet war, führen zu der Annahme, dass es um ein Heiligtum, den beiden Gottheiten gewidmet, handelt.

Die Burg

Die venezianische Burg liegt in der traditionellen Siedlung von Antiparos. Sie wurde Anfang 1440 gebaut, um die Einwohner zu behausen und sie von den häufigen Angriffen der Piraten zu schützen. Die Burg war zuerst ein viereckiges Gebäude mit einem kreisförmigen Turm im Zentrum und um den Turm herum sind die Innerhöfe von den Häusern. Die Außenwände der Häuser bilden die Mauer der Burg. Wo der Turm, der als letzter Zuflucht oder als Haus der Landesherren funktionierte, einmal stand, liegt heute nur seine Basis. Der einzige Eingang der Burg ist neben der Agios Nikolaos Kathedrale. 

Das Volkskunstmuseum von Antiparos

In der alten Burg von Antiparos finden Sie die Volkskunst Kollektion der Gemeinde von Antiparos, die über alte Gegenstände, Exemplare von Kykladenidole, traditionelle Trachten von Antiparos und Fotomaterial von den Ausgrabungen auf Despotiko verfügt.

Jedes Jahr, verschiedener Heiligen zu Ehren, leben wieder lokale Feste auf. Die Jüngeren und die Besucher haben so die Möglichkeit die lebende Tradition kennenzulernen.

Am 7. Mai gibt es am Eingang der Höhle das Fest des Ai Jannis der Spiliotis, mit traditionellen Tänzen und Essen.

An den 23. und 24. Juni wird der Ai Jannis gefeiert und der Brauch des Klydonas lebt von der lokalen Tanzgruppe im Antiparos-Hafen wieder auf.

Mitte Juli wird das dreitägige Fest von Agia Marina im Hafen mit Tänzen, Liedern und Essen gemacht.

Am 7. September ist das Fest in der Kleinkirche der Panagia Faneromeni auf der hinteren Seite von Antiparos, die nur mit Fischbooten erreichbar ist.